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Archiv fürdemokratie

Das keltische Dorf trotzt dem Imperium

Irische Volksabstimmung über den EU-Vertrag endet mit Sieg für das Nein. Schwere Schlappe für die Eurokraten

Von Jürgen Elsässer
In einer Volksabstimmung haben 53,4 Prozent der Iren den neuen EU-Vertrag abgelehnt.

Wir befinden uns im Jahre XVIII der Neuen Weltordnung. Ganz Europa ist vom Imperium besetzt. Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Kelten bevölkertes Inselchen hört nicht auf, den Imperialisten Widerstand zu leisten. Sie spotten den Befehlen der Legionäre: Sie trinken Guinness und rauchen. Sie nehmen das Geld aus den Brüsseler Säcken und behalten trotzdem ihren eigenen Kopf. Sie wollen nicht für fremde Herren in deren Kriege ziehen und wissen, wo sie ihre Knarren vergraben haben. Sie verlangen, dass die Kirche in ihrem Dorf bleibt – und keine Kreuzzüge auf anderen Kontinenten führt. Sie machen frauenfeindliche Witze gegen Angela Merkel. Mann, was sind die rückständig! Mann, was sind die sympathisch!

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Beck schließt Koalition mit Irland aus!

Nach dem irrigen und unverantwortlich urdemokratischen fehlverhalten der Europäischen Volksherrschaft Irland schließt Beck „wegen erwiesener bündnisunfähigkeit“ der Irischen bürger eine koalition oder eine wie auch immer geartete zusammenarbeit mit dem land nach der nächsten bundestagswahl aus. Aus dem lager der Bundespräsidentschaftskandidatin ist zu vernehmen, daß auch sie weder in der ihr eigenen noch in der sonst üblichen form um die stimmen der Iren werben will. Allerdings – so ein sprecher der früheren volkspartei – werde geprüft, ob „ein verzicht auf Irische butter“ zum Beck’schen frühstück „zielführend und vermittelbar“ wäre.